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Mein Weg in der Homöopathie:

Bereits parallel zu meiner Ausbildung zur Masseurin und medizinischen Bademeisterin 1990 begann ich viel über Homöopathie zu lesen und am eigenen Organismus „heilbringend“ zu erfahren.

1995/ 96 nahm ich an einer klassischen Homöopathieausbildungsgruppe bei Anne Schmalbach (Hp) teil. Hier erlernte ich die allgemeine und die psychisch orientierte Homöopathie.
Ich absolvierte meine Fußreflexzonenmassageausbildung, u.a. bei Hanne Marquard, bereitete mich mit Hilfe der Thalamusschule in Berlin auf die Heilpraktikerprüfung vor, die ich dort dann 1996 absolvierte.

1996 – 2000 studierte ich Kunsttherapie.

Danach traf ich auf Herrn Jörg Buschmeier, Hp., und lernte durch ihn die Antimiasmatik in der Klassischen Homöopathie kennen. 2000 – 2001 lernte ich zunächst ein Jahr lang bei ihm, pausierte wegen Geburt und Versorgung meiner kleinen Tochter, und lernte erneut von Mai 2004 bis Dez. 2005 bei ihm „Miasmatik“. Innerhalb der Ausbildung übten und erprobten wir uns an vielen Fällen, schließlich auch an „großen“ chronisch – miasmatischen Fällen.

Seit 2005 arbeite ich u.a. mit klassischer Homöopathie in eigener Praxis, bei chronischen Fällen mit Schwerpunkt auf der Miasmatik. (s.u.)

 

Über meine homöopathische Arbeit

Die Klassische Homöopathie

Das Ähnlichkeitsgesetz:
Homöopathie heißt übersetzt soviel wie „Ähnliches Leiden“.
Der Meißener Arzt, Pharmakologe und Wissenschaftler Hahnemann war immer um wirkliche Heilung seiner Patienten bemüht und diesbezüglich mit der damaligen Medizin unzufrieden. Er „entdeckte“ vor gut 200 Jahren, das sich bestimmte Substanzen aus dem Tier-, Mineral-, und Pflanzenreich, dazu eignen, beim Gesunden bestimmte Symptome zu erzeugen. Dieses kennen wir alle von Vergiftungserscheinungen verschiedener zum Beispiel pflanzlicher Substanzen. Man denke zum Beispiel an die Reaktionen auf das Gift einer Biene: Rötung, starke Schwellung, Juckreiz etc.

Hahnemann machte aber auch eine ganz neue, sensationelle Entdeckung:
Die Symptome oder Krankheitserscheinungen eines Kranken können mit ebendem Mittel in stark verdünnter und homöopathisch „aufbereiteter“ Form (Potenzierung) geheilt werden, welches am Gesunden ganz ähnliche Symptome hervorbringt. (Ähnlichkeitsgesetz)
Auf unser Beispiel mit dem Bienengift bezogen heißt dies, das Apis mellifica (das potenzierte Gift der Honigbiene) in der Lage ist, Beschwerden zu heilen, die mit Ödemen (starke Flüssigkeitsansammlung im Gewebe), Juckreiz, Rötung und brennenden, stechenden Schmerzen einhergehen.

Als weiteres Beispiel möchte ich den Leser an die negativen Wirkungen von Kaffee erinnern. Wenn man sehr viel davon trinkt, werden alle Sinne überwach bis übererregt; nach Genuß Abends reagieren die meisten mit Schlaflosigkeit. Man neigt zu einem eher cholerischen Zustand. Als homöopathisches Mittel (das heißt stark verdünnt und durch Verreibung und Verschüttelung erst richtig dynamisch gemacht) ist „Coffea cruda“ in der Lage, ein „Ähnliches Leiden“ zu lindern, nämlich schlimme Folgen plötzlicher Aufregung, schlechter Nachrichten, nervliche Überreiztheit mit körperlicher Unruhe und Schlaflosigkeit u.a.
Darüber hinaus können die homöopathischen Mittel noch sehr viele andere Krankheitserscheinungen von Kopf bis Fuß lindern.

Verbreitung & Wissen:
Hahnemann forschte und arbeitete zeitlebens an dieser Methode. Viele Mittel prüfte er am eigenen Leib und - wurde damit 88 Jahre alt, was in seiner Zeit sehr beachtlich war! Er behandelte unzählige Menschen und hatte, sogar bei Seuchen, denen die Schulmedizin hilflos gegenüber stand, aber auch bei sehr, vielen anderen Erkrankungen riesige Erfolge!
Der Wissensschatz in der Homöopathie ist durch die praktische Erforschung Hahnemanns und vieler NachfolgerInnen immens angewachsen. Es gibt über 2000 verschiedene homöopathische Mittel.
Die Homöopathie ist eine praktische Erfahrungswissenschaft, deren Wissensschatz viele, viele Nachfolger Hahnemanns mitvermehrt haben.
Die Homöopathie ist weltweit verbreitet. In Indien gibt es beispielsweise Eine Million homöopathische Ärzte; in England wird die Homöopathie selbstverständlich in Krankenhäusern angewandt. Der gesamte Erfahrungs- und Wissensschatz der Homöopathie wurde und wird von HomöopathInnen der ganzen Welt ständig erweitert.

Behandlung:
Damit ein Mittel nun aber Erfolg hat, muss es ganz individuell für den Patienten „ausgesucht“ werden. Darum nimmt sich der Homöopath viel Zeit und führt eine ausführliche Befragung (Anamnese) durch. Dabei erfragt er oder sie die individuellen Symptome des Menschen „von Kopf bis Fuß und von Haut bis Seele“. Besonderes Augenmerk legt er dabei auf die auffälligen sogenannten „eigentümlichen“ Symptome.
Nicht der Krankheitsname ist entscheidend sondern das individuelle „Bild“ des Patienten und seiner Beschwerden. Eben die Symptome, die die Krankheit dieses einen Menschen bezeichnen und ihn damit von der Krankheit mit dem gleichen Namen aber anderer Ausprägung bei einem anderen Menschen unterscheiden.
Nach der Anamnese wertet die/ der Homöopathin seine Aufzeichnungen aus und sucht für diesen Menschen das jeweilige passendste EINZELmittel heraus. Das heißt, er muss ein extrem differenziertes Bild über die Wirkweise der Mittel haben. Der Homöopath muss wissen, welche Symptome die Mittel am Gesunden erzeugen würden, also auch beim Kranken zu heilen in der Lage sind.
Sein Handwerkszeug dabei sind Bücher als Nachschlagewerke und die Hilfe des Repertorisierens: die Handhabung eines diffizil und detailliertest ausgearbeiteten sich auf praktische Statistik gründenden Nachschlagewerkes.

Lebenskraft:
In der Homöopathie geht es um „echte“ Heilung im Gegensatz zur Symtomunterdrückung. Die Homöopathie „macht nicht nur einfach das Symptom weg“, sondern stellt die Lebenskraft wieder her.
Vielleicht haben Sie schon einmal die Erfahrung gemacht, dass Ihnen ein Antibiotikum schnell half die unangenehmen Symptome einer Infektionskrankheit loszuwerden. Und trotzdem haben Sie hinterher das Gefühl gehabt, Sie haben sich nicht wirklich von Ihrer Krankheit erholt… es hängt Ihnen etwas nach…
Mit einem homöopathischen Mittel kann man optimalerweise die Erfahrung machen, TIEFGREIFEND zu gesunden.

Akut & Chronisch:
Die Homöopathie behandelt also AKUTE Erkrankungen! Siehe: Erkältungen, Grippe, Magendarminfekte, Unfälle etc.
Die Domäne der Homöopathie sind die chronischen Erkrankungen. Bsp.: Asthma, Allergien, Migräne, Rheuma, etc.
Bei chronischen Erkrankungen ist die Lebenskraft dauerhaft geschwächt UND bringt häufig unterschiedliche, oft weiter fortschreitende Erkrankungen hervor. Hierbei entdeckte die Klassische Homöopathie die Bedeutung der sogenannten MIASMATIK, nämlich mitgebrachte, familiäre Vorbelastungen, die die Lebenskraft nachhaltig schwächen. Die Befragung hierbei ist natürlich viel umfangreicher als bei einer kleineren akuten Erkrankung.

Die Miasmatik
Die Miasmatik ist Bestandteil der Klassischen Homöopathie. Sie wurde genauso von Hahnemann „entdeckt“ und gehandhabt wie Ähnlichkeitsgesetz, Potenzierung und Arzneimittelprüfung, welche als Säulen der Klassischen Homöopathie den meisten, die sich mit ihr schon befasst haben, bekannt sind.
Hahnemann stellte im Laufe seiner Arbeit fest, dass seine Mittel zwar zunächst meist halfen, die chronischen Leiden jedoch selbst oder in anderer Form wiederkehrten. Oft verlief die Krankheitsgeschichte insgesamt sogar progredient. (= stetig fortschreitend zum Schlimmeren hin.)

Hahnemann forschte 12 Jahre aufs intensivste, wie es heißt, Tag und Nacht daran, dafür eine Erklärung und Lösung zu finden.
Auf diesem Wege gelangte er schließlich zur Miasmatik. Seine Erfahrungen bestätigten ihm immer wieder, dass sich die chronischen Leiden der Menschen auf ein paar wenige „Urübel“ oder „krankhafte Böden“ zurückführen lassen, die die Lebenskraft so schwächen, dass der Mensch ganz verschiedene Anfälligkeiten und Erkrankungen im Laufe seines Lebens entwickelt, die mit der Zeit eben in der Regel progredient verlaufen.
Diesen krankhaften Boden im Menschen, der leider meist auch von Generation zu Generation weitergegeben wird, was erklärt, warum schon kleine Kinder oder Babys schwer erkranken, nannte er „Miasma“.
Zur Abgrenzung möchte ich an dieser Stelle deutlich sagen, dass es hier nicht etwa um moralische Vorstellungen geht. Diese „Theorie“ der Miasmatik ist an sich keine (bloße) Theorie. Sie ist praktische „Erforschung“ und Handwerkszeug, um chronische Erkrankungen tief greifend angehen zu können!

Die Miasmatik wurde von „großen“ homöopathischen Köpfen verfeinert, weiterentwickelt und der heutigen Zeit angepasst. Denn leider haben sich seit Hahnemann auch die Miasmen selbst weiterentwickelt. Sprich: durch „Vererbung“ wird oft nicht nur ein einzelnes Miasma, sondern werden oft mehrere weitergegeben. Diese sind dann untrennbar miteinander verbunden und ergeben praktisch ein neues „Gesicht“.
Für den klassisch (-miasmatisch) arbeitenden Homöopathen ist es wichtig, die Vielfalt der miasmatischen Ausprägungen zu kennen und zu erkennen. Das heißt, der Homöopath muss die Erkrankungen und körperlichen Zeichen er/kennen, die das jeweilige Miasma kennzeichnen.
Er muss ferner wissen, welche spezifischen Mittel das jeweilige Miasma zu heilen in der Lage sind und er muss aus diesen Mitteln wiederum eines oder mehrere (mit Hilfe von Repertorisation und Arzneimittelbildkenntnis) nach dem homöopathischen Ähnlichkeitsgesetz herausfinden, welches für den Patienten und seine Krankheit am treffendsten ist.

Der Homöopath muss ein ganz breit gefächertes Bild von der Lebens- und Krankengeschichte des zu behandelnden Menschen und seiner Vorfahren bekommen, deren einzelne Faktoren miteinander in Beziehung setzen, um herauszufinden, welches Miasma das vordringliche ist. Denn es können leider mehrere Miasmen parallel oder überlagernd vorhanden sein.
Neben den Miasmen gibt es natürlich noch viel mehr Behandlungsbedürftiges in einem Lebenslauf. Beispielsweise können Folgen von schweren Erkrankungen vorliegen und „blockieren“, von OP´s. Medikamentenmissbrauch kann eigene Krankheiten auslösen. Seelische oder körperliche Traumata können genauso behandlungsbedürftig sein wie Impffolgen, Organerkrankungen, Folgen von Vergiftungen. Ungesunde Lebensumstände können die Lebenskraft schwächen, Heilungen verhindern oder stören.

Aufgrund all dessen

braucht der Homöopath die gesamte Chronologie des Patienten.

ist mein Fragebogen so ausführlich und enthält keine unwichtigen Fragen

dauert eine gründliche Anamnese 3 – 4 Stunden (bei Kindern tendenziell weniger).

dauert eine sorgfältige Auswertung des Homöopathen nach der Anamnese zusätzlich 8-12 Stunden (aufwärts).

Die weitere Behandlung nach der Anamnese ist nicht mehr so massiv zeitaufwendig. Vieles lässt sich sogar telefonisch klären.

Liane Saak